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Tipps für den Anfang: Schule

Oft wird in der Grundschule morgens vor Unterrichtsbeginn ein Morgenritual gemacht. Hier lassen sich die Gebärden leicht einbinden. Es ist praktisch, da die Gebärden immer in kleinen Häppchen kommen und sie auf Dauer wiederholt werden. Hierbei ist es beim Erlernen der Gebärden sinnvoll, dass die Lehrkraft die Handzeichen zunächst vormacht und die Kinder sie anschließend mitmachen. Wenn die Kinder sie dann nach einer Zeit beherrschen, braucht die Lehrkraft sie nicht mehr zu zeigen.Wir haben hier mal ein paar Beispiele für euch:
Das Datum, der Tag, der Monat, die Jahreszeit werden von der Tafel vorgelesen, während die Gebärden unterstützend ausgeführt werden. So wird jeden Tag eine neue Zahl und ein neuer Wochentag gelernt. Je nach Alter der Kinder kann man sich zunächst auch nur auf eine Kategorie konzentrieren. 
Auch die Schulfächer, die vom Stundenplan für den Tag vorgelesen werden, können mit Gebärden begleitet werden.
Im Morgenkreis wird in der Grundschule häufig eine kleine Runde gemacht, in der jeder erzählen kann wie es ihm/ihr geht. Auch hierbei lassen sich die Gebärden super leicht integrieren.
Das Wetter lässt sich auch leicht einbauen, indem jeweils ein Kind dieses gebärdet. Hierfür genügen einfache Vokabeln wie Sonne, Regen, Schnee, warm, kalt. 
Wenn die Frühstückspause ansteht, kann hierbei zum Beispiel die Gebärde für Frühstück gezeigt werden oder das Wort „Hunger“ mit einem fragenden Gesichtsausdruck kombiniert werden. Die Kinder können dann in Gebärden antworten „Ja“ oder „Nein“ und während des Frühstückens in Gebärden erzählen, was sie zu Essen dabeihaben. Hierbei lassen sich auch gut die allgemeinen Zeichen für Durst, Essen, Trinken, satt, usw. erlernen. 
Als Ritual lässt es sich gut einbauen, dass jeden Tag in der Frühstückspause eine neue Gebärde eingeführt wird. Hierbei können sich die Kinder Themen oder einzelne Gebärden von den talking hands Daumenkinos wünschen. Die Lehrkraft kann hierbei das ausgewählte Daumenkino zeigen und durch die Klasse herumgeben. Anschließend wird die Gebärde von der Lehrkraft gezeigt, so dass die Kinder sie dann mitmachen können.
Eine Alternative bietet, dass ein Kind sich eine Gebärde des Daumenkinos ansieht und sie vor der Klasse zeigt, welche dann raten muss, was gemeint sein kann.
Am nächsten Tag wird die neue Gebärde dann wiederholt, bevor eine neue entdeckt wird. So kann man zum Beispiel auch einführen, dass jeden Freitag die Gebärden der gesamten Woche wiederholt werden.
Doch nicht nur die Lehrenden können die Handzeichen kreativ und mit spielerischem Spaß in der Schule einbauen. Die Kinder können zum Beispiel, wenn sie fertig mit einem Arbeitsauftrag sind, still die Gebärde für fertig ausführen. So bleiben sie leise und stören niemanden beim Arbeiten, und die Lehrkraft sieht, wie weit das Kind ist.
Im Spielbereich sind die Daumenkinos ebenfalls hilfreich einzusetzen, indem zum Beispiel auf die Frage, was gespielt werden möchte, mit der passenden Gebärde geantwortet wird. Beispiele hierfür sind Ball spielen, schaukeln, Kochen, Backen. 
Viele Grundschulen führen heutzutage ein AG-Konzept, in dem die Kinder nach dem Unterricht eine AG ihrer Wahl besuchen können und dort mit Mitschüler*innen sich einen spielvollen, lustigen Nachmittag machen. Eine LUG-AG (Lautsprachunterstützende Gebärden) lässt sich mit den Daumenkinos super leicht gestalten und bietet viele Möglichkeiten, den Kindern Freude am Gebärdenlernen zu bereiten. Je nach Alter der Kinder, können diese sogar gemeinsam mit der Lehrkraft auch eigene Daumenkinos gestalten und basteln.
Ein paar Spielideen für den Schulalltag:
Die Lehrkraft beginnt mit der Frage „Wie geht es dir?“ und richtet diese an ein Kind. Anschließend wird die Frage wiederholt und diesmal von der passenden Gebärde begleitet. Das Kind antwortet dann mit einem Wort, das seine Emotion beschreibt und begleitet auch diese mit der dazugehörigen Gebärde. Wenn noch Unsicherheit bezüglich einiger Wörter sein sollte, liegen die Daumenkinos natürlich immer griffbereit. Dieses Kind fragt dann ein weiteres in Begleitung mit einer Gebärde wie es sich fühlt, woraufhin wieder verbal geantwortet, sowie gebärdet wird. So wird reihum fortgefahren, bis jeder gezeigt hat wie es ihm/ihr geht.
Eine Variation wäre zum Beispiel, dass immer nur die Gebärde zu der Emotion gezeigt, sie aber nicht ausgesprochen wird. Die Kinder müssen dann das passende Daumenkino zu der Emotion raussuchen und die Gebärde auch einmal zeigen. 
Ein schönes und lustiges Spiel, das sich bereits im Kita-Alter gut spielen lässt, ist das Menschen-Memo mit Gebärden. Hierzu benötigt es eine Gruppe von mindestens 8 Kindern. Zwei dieser Kinder gehen kurz vor die Tür, während die anderen Kinder sich in Paaren zusammensuchen. (Bei einer ungeraden Anzahl an Kindern lassen sich auch Dreiergruppen bilden). Jedes Paar überlegt sich dann ein Wort, zu dem es das passende Handzeichen macht. Nun vermischen sich die Kinder wieder und die zwei, die vor der Tür gewartet haben, dürfen wieder reinkommen. Kind 1 beginnt zwei Kinder auszusuchen, die ihr gewähltes Handzeichen still zeigen. Passen sie zusammen, setzt sich das Paar zu Kind 1, welches weiter raten darf. Passen sie nicht zusammen, ist Kind 2 an der Reihe. Das Spiel ist zu Ende, wenn alle Paare richtig zusammengeführt wurden. Es hat das Kind gewonnen, das am meisten richtige Paare gefunden hat.
Für Pantomimefreunde eignet es sich, dass die Kinder sich Daumenkinos ihrer Wahl raussuchen und diese Gebärde den anderen Kindern zeigen. Die Kinder dürfen dann raten, welches Wort gesucht wird. Optional kann hier zum Beispiel mit Stickern als Belohnung gearbeitet werden. Wenn ein Kind eine Gebärde richtig errät, erhält es ein Sticker in ein kleines Heftchen. Wenn über einen gewissen Zeitraum eine vorher festgelegte Anzahl an Stickern gesammelt wurde, darf sich das Kind ein neues Daumenkino aus dem talking hands Sortiment aussuchen.